News

Feb 27, 2017

Thema Migration

MIGRATION und die gesundheitlichen Auswirkungen

 

Ein am 11. September 2013 veröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen bestätigt, dass weltweit 232 Millionen Menschen in Migration leben. Das entspricht 3,2 % der gesamten Weltbevölkerung – so viele, wie nie zuvor.

Migration hat viele Auswirkungen, die sich nicht nur auf die Gesellschaft beschränken, die Migranten/innen aufnimmt, sondern auch auf die Gesellschaft, aus der die Menschen abwandern. Aber vor allem hat diese Wanderung auf Migranten/innen selbst einen erheblichen Einfluss. Selten basieren Migrationen auf freiwilliger Basis.

Begriffserklärung Migration

 

Der Terminus Migration kommt aus dem Lateinischen und steht für (Aus-)Wanderung. Es handelt sich also um eine Form des Ortswechsels, bei der „Einzelne oder Gruppen den Siedlungsraum ihrer Population verlassen oder wechseln“ (Brockhaus 2005).

Der Terminus Migranten/innen schließt u. a. Flüchtlinge und Asylanten/innen mit ein, die in einem anderen Land kurz- oder längerfristig, unfreiwillig oder auf freiwilliger Basis leben. Laut Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge aus dem Jahre 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) ist ein Flüchtling eine Person, die

[…] aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann […]

Es sind also vor allem politische, religiöse oder wirtschaftliche Hintergründe, die Menschen zwingen, ihr Land zu verlassen.

In der Migrationstheorie geht man von „push- und pull-Faktoren“ aus, die eine Ab- bzw. Zuwanderung forcieren. Push-Faktoren vertreiben Menschen aus ihrem Land. Dazu gehören Krieg, Verfolgung und Diskriminierung (politisch, religiös oder aufgrund des Geschlechts), demografische Herausforderungen, Umweltkatastrophen und klimatische Bedingungen sowie Armut, Hunger und ungleiche Verteilung. Pull-Faktoren hingegen ziehen Menschen in ein anderes Land: eine gute wirtschaftliche Situation, Arbeitskräftebedarf, positive Einkommensaussichten, soziale Vorteile, Bildungschancen, politische Sicherheit und ein gutes Familiennetzwerk.

In einer Studie, die von Dr. Kurt Flecker (2002) in Auftrag gegeben wurde, werden u. a. mögliche Lösungen von Experten/innen für eine bessere Integration, insbesondere vonseiten der Anlaufstellen und niederschwelligen Einrichtungen vorgeschlagen.

Migranten/innen kommen aus Ländern mit verschiedenen Sprachen, Kulturen und Traditionen. Die Gründe für eine Ab- oder Zuwanderung werden hierfür im Einzelne nicht untersucht, jedoch soll hervorgehoben werden, dass Migration erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit hat – und das aus diversen Gründen.

Stress, Angst, rechtliche Unsicherheit – all das kann psychosomatische Symptome und/oder massive psychische Probleme hervorrufen, unter denen Migranten/innen laut Integrationsstudie besonders leiden.